Transformatorische Bildung – Folge 006 “Imaginäres und Dualität der Schwester Papin nach Lacan”

Die erste Ausgabe zu “Transformation und Psychoanalyse” mit Mareike und mir.

Literatur

Lacan, Jacques: Motive des paranoischen Verbrechens: das Verbrechen der Schwester Papin.

Schmidt, Tim: »Ich kratz ihr die Augen aus« – Phantasmen einer Welt ohne den Anderen : Bildungsprozesstheoretische Lektüren nach Jacques Lacan. Dissertation als Open Access im Volltext unter URL

Kadi, Ulrike: Bilderwahn. Arbeit am Imaginären. Wien: Turia+Kant 1999

Freud, Sigmund: Über einige Mechanismen bei Eifersucht, Paranoia und Homosexualität G.W. XIII S. 192 – 207

AMA001 – Ask me anything

Sehr geehrten Damen und Herren,

ich mache in unregelmäßigen Zeitabständen so genannte AMA-Sitzungen. Dabei versuche ich, alle offenen Fragen soweit es geht zu klären. Sie können mich bei AMA alles Mögliche fragen. Fragen bitte einfach unter diesem Beitrag als Kommentar hinterlassen.  –>

Ich bin gespannt. Hasta pronto, Tim Schmidt

Transformatorische Bildung – Folge 005 “Christian Kracht: der Roman Imperium mit Waldenfels und Nietzsche”

Phillip und ich haben den Roman Imperium von Christian Kracht besprochen. Wir hoffe, sie finden die Folge interessant.

Hausmeisterei

Das Podcast von Rita Molzberger und Nora Hespers ist für den Grimme Online Award nominiert worden.

Hört doch mal rein: https://www.wasdenkstdudenn.de/

Für den “Publikumspreis” kann man hier abstimmen: http://www.grimme-online-award.de/2018/publikumsvoting/

Literatur

Schmidt, Tim: »Ich kratz ihr die Augen aus« – Phantasmen einer Welt ohne den Anderen : Bildungsprozesstheoretische Lektüren nach Jacques Lacan

Klass, Tobias; Kokemohr, Rainer: „Man muß noch Chaos in sich haben, um einen tanzenden Stern gebähren zu können“ – Bildungstheoretische Reflexionen im Anschluß an Nietzsches Also sprach Zarathustra. Ein Buch für Alle und Keinen. In: Niemeyer; Drerup; Oelkers; v. Porell. (Hg.) Nietzsche in der Pädagogik. Beiträge zur Rezeption und Interpretation. Weinheim: Deutscher Studien Verlag 1998

Waldenfels, Bernhard: Topographie des Fremden. Frankfurt am Main: Suhrkamp 1999

Transformatorische Bildung – Folge 004 “Bildung, Anrufung, Habitus und Etikettierungsansatz / Selda-Interview Teil 2”

Der zweite Podcast zum Selda-Interview FR040.

Transformatorische Bildung – Folge 003 “Bildung und Anrufung nach Judith Butler / Selda-Interview Teil 1”

Heute haben Mimoza und ich das Selda-Interview (FR040der Name ist verändert) besprochen. Leider sind wir ungefähr in der Hälfte unterbrochen worden. Aber es sind doch einige interessante Ideen zur Anrufung dort enthalten.

Zitat “Ähm und was ich, ja ich hatte immer Probleme in der Schule tatsächlich, weil ich viele Mitschülerinnen nicht verstehen konnte was äh zum Beispiel ähm die Religion anging?. Da hat ich immer eine andre Sichtweise als meine Mitschülerinnen? und dafür ähm hab ich mir immer Eingebildet, das ist der äh das Allgemeinwissen vielleicht irgendwo aus auch die Bildung ist das man anders über, über Religion auch denkt als meine Mitschülerinnen. Die eh mich immer als Schlampe bezeichnet oder mich beleidigt haben, weil ich kurze Sachen angezogen hab zum Beispiel? und die aber lange Sachen dafür, in der Pause gekifft haben und äh ganze Zeit mit den Jungs abgehangen haben? ja ne das ist das dann. Hab ich mir auch halt immer ich so das äh und wir haben, ich hatte Ethik, das äh sagt euch vielleicht das ist dieses irgendwie sag ich immer keine richtige Religion man ist ja irgendwie für nix und äh da /lachen, ja/ da äh da war immer die Diskussion ähm von mir? tatsächlich, dass äh ich zwar als Moslem geboren bin? aber es nicht auslebe und ich nicht nur, weil ich jetzt Schweinefleisch äh oder Alkohol trinke in die Hölle komm und, dass ja das war tatsächlich deren ähm das glauben die, das haben die geglaubt, dass wenn die Schweinefleisch essen, dass sie in die Hölle kommen, dass sie in der Hölle irgendwie verbrannt werden. Ob das jetzt so ist oder nicht das kann ich irgendwann sagen, wenn ich äh wied- wiederbelebt werde und sag ja so wars aber mein Verstand (.) hat mir immer gesagt kann doch net sein also warum, man lebt ja nur einmal auf der Welt und warum sollte ich mir, was verbieten äh was, worauf ich eigentlich Lust hab. Manchmal so worauf ich Lust hab, weil viele meiner Mitschülerinnen die ähm vieles auch gewollt haben aber es nicht gemacht haben, dadurch weil es die Kultur, weil (.) es die Religion einfach nicht zu lässt und das ist ja (2) gehört ja auch irgendwie was von Freiheit was von, von eigenem (3) Verstand, ja gut ich glaub ich komm jetzt was vom Thema ab.”

Literatur

Kant, Immanuel: Was ist Aufklärung, Suhrkamp Verlag 1977

Koller, Hans-Christoph: Grundbegriffe, Theorien und Methoden der Erziehungswissenschaft. Kohlhammer, Stuttgart. 2006 (Darin: Kapitel 1: Der Erziehungsbegriff der Aufklärung: Kant. S. 25 ff.)

 

Transformatorische Bildung – Folge 002 “Bildung und Anrufung nach Judith Butler”

Ein Gespräch zwischen  Mimoza und mir zum Thema “Transformatorische Bildung.”

Errata: Ich habe zu Anfang des Podcasts mehrfach von Searle gesprochen. Gemeint war aber immer John Austin.

Literatur

Austin, John: Zur Theorie der Sprechakte. Deutsche Bearbeitung von Eike von Savigny. Reclam, Stuttgart 1972

Butler, Judith: Das Unbehagen der Geschlechter. Suhrkamp,Frankfurt am Main 1991

Butler, Judith: Haß spricht. Zur Politik des Performativen. Suhrkamp, Frankfurt am Main. 2006

Derrida, Jacques (1988): “Signatur Ereignis Kontext [kommentiert (D)]”, in: Derrida, Jacques: Randgänge der Philosophie. 1. Aufl. Wien: Passagen, 291-314.

Zur Einführung in den Begriff des Performativen erscheint mir folgende Literatur sehr lesenswert.

Volbers, Jörg: Performative Kultur. Eine Einführung. Springer. Darin das Kapitel: Drei Leitpositionen des 3 „Performativen“ S. 19 ff.

 

Transformatorische Bildung – Folge 001 “Bildung und Habitus”

Ein Gespräch zwischen  Mimoza und mir zum Thema “Transformatorische Bildung.” Das Mesut-Interview (FR028)

Ein kurzes Auszug aus dem Interview:

“Eine Geschichte lässt mich seit dem nicht los: wir haben eines Tages Fußball gespielt, wir und die Kinder und wir wurden oft von anderen Leuten ,äh, aus dem Dorf und aus der Umgebung angefeindet. Die kamen dann halt, ham da in ner Gegend rumgelungert und da Alkohol getrunken und ham rumgepöbelt gegen uns, während wir da am Zaun gespielt haben. Die waren aber auf der anderen Seite vom Zaun. Da ham wir halt Fußballgespielt, wir Kinder, und den Fußball gegen den Zaun getreten und ja. Eines Tages kam‘ die dann halt und haben uns angepöbelt und und ham da so Bierflaschen rüber geworfen und keinen von uns getroffen, einfach nur so und das die uns halt bisschen Angst machen und so, en bisschen rumpöbeln. Ihr kennt das ja wahrscheinlich, wenn Leute betrunken sind und en bisschen rumpöbeln. Die haben uns auch nicht körperlich weh getan, aber die haben halt rumgepöbelt. Und dann ham unsere Eltern und die Verwaltung vom Asylheim, haben dann halt die Polizei gerufen, äh weil die hätten ja zu Schaden kommen können. Dann kam die Polizei, äh, hat mit uns geredet. Hat mit denen ,äh, die warn halt noch da, die sind nicht weg gegangen, die hatten keine Angst. Die waren dann weiter weg ,dann und dann kamen die wieder zu uns und meinten zu uns, wir sollen nicht mehr so nah am Zaun spielen. Und die anderen die halt rumgepöbelt haben und die Flaschen geworfen haben, obwohl wir noch die Flaschen gezeigt haben äh und so weiter, haben nicht mal ‚ ‘n Platzverweis bekommen. Und für ‘n Platzverweis musst du eigentlich nicht mal viel machen, den die Polizisten erteilen und da hat man schon vorgelebt bekommen, was man halt, ja, das wir den Fehler gemacht haben. Und so, als vier/ fünf sechs Jähriger, weiß man nicht wie man da reagieren soll. Wenn ich da Fußball spiele und dann jemand uns, uns was antut und wir die Polizei rufen und die Polizei sagt: Wir ham den Fehler gemacht, wir solln nicht mehr dort spielen /atmet tief ein/ , dass sind so Sachen, was ich da nicht realisieren konnte, aber mh, wenn mir heute sowas begegnet, dann ist das natürlich hochgradig ,ähm, auch rassistisch. Weil das war ja auch nur, weil wir weil wir Ausländer waren und auch aus Bequemlichkeit hat die Polizei uns dann weg gescheucht, wollte nicht mehr, dass wir dort spielen. Und natürlich weiß ich auch, dass es heute anders ist. Das es früher ein bisschen anders war als jetzt.

Heutzutage würde das glaube ich nicht mehr so passieren. Heutzutage sind die Leute bisschen aufgeklärter und en bisschen mh aufnahmebereiter, was ich hier mitbekommen hab. Die Leute verschließen ihre Augen nicht mehr, aber auch nicht überall. Halt teilweise. (mh)”

Literatur

Rosenberg, Florian von: Bildung und Habitustransformation. Empirische Rekonstruktionen und bildungstheoretische Reflexionen. Bielefeld: Transcript, 2011

Koller, Hans-Christoph: Bildung anders denken: Einführung in die Theorie transformatorischer Bildungsprozesse. Kohlhammer 2011

Transformatorische Bildung – Folge 000 “Nullnummer”

Die Vorstellung des Podcasts von Mimoza und mir zum Thema “Transformatorische Bildung.”