Nino, Timo und Saba 005: “Klimakrise und Kapitalismus”

Nino, Timo und Saba unterhalten sich über das Buch von Daniel Tanuro: Klimakrise und Kapitalismus (ISP Verlag) und vieles mehr.

Der Webtipp der Woche:

Die Visualisierung aus der NY Times

2 Antworten auf „Nino, Timo und Saba 005: “Klimakrise und Kapitalismus”“

  1. Ihr habt (auch schon in vorherigen Folgen) die wichtige Frage nach einer Strategie zur Bewältigung der gegenwärtigen Klimakrise diskutiert, wobei ich von Timo behalten habe, dass er das kapitalistische System nicht schnell genug verschwinden sieht, als dass dies eine Antwort auf die Klimakrise sein könnte (we’re doomed). Das befürchte ich auch und denke darüber hinaus, dass sich die Dynamik des Kapitalismus hervorragend für die Vollendung der Energiewende (in Deutschland sowie weltweit) nutzen ließe.
    Allerdings sehe ich auch das von Nino angesprochene Problem, dass die Länder des globalen Nordens drastisch ihren CO2-Ausstoß senken müssten, also mehr “Verzicht” im Sinne Niko Paechs zu üben.
    Nun meine Frage: Ist es möglich, innerhalb des kapitalistischen Systems weiten Teilen der Bevölkerung eine transformatorische Bildungserfahrung zu ermöglichen, die den bisherigen Handlungsnormen zum Teil diametral widerspricht? Anders formuliert: Inwieweit ist ein kultureller Wandel im kapitalistischen System mit all seinen Einflüssen möglich?
    Und seht ihr da mögliche Akteur*innen, die Angebot für neue Angebote zur Stiftung machen und pädagogische begleiten könnten?

    Schöne Grüße aus Tübingen, euer Podcast taugt mir gerade sehr!

    1. Hallo Arno. Danke für die Frage:

      Ist es möglich, innerhalb des kapitalistischen Systems weiten Teilen der Bevölkerung eine transformatorische Bildungserfahrung zu ermöglichen, die den bisherigen Handlungsnormen zum Teil diametral widerspricht?

      Wenn ich das wüsste, wäre mir auch wohler. Ich mache gerade ein Seminar, in dem wir narrative Interviews mit Beteiligten an der Klimabewegung durchführen. Mit Blick auf Hans-Christoph Koller könnte man argumentieren, dass das System und die Personen erst in eine grundlegende Krise kommen müssten, die sie dann transformatorisch bearbeiten. In den Interviews ist das aber nicht so. Da geht es eher um persönliche Erfahrung, zum Beispiel in Bezug das Tierwohl, die dann zu Verhaltensveränderungen führen.

      Anders formuliert: Ich weiß es nicht.
      Es wird uns nichts anders übrig bleiben, als alles gleichzeitig auszuprobieren.

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