Transformatorische Bildung – Folge 179: Zukunft als Katastrophe? Zukunftsfiktionen von Jugendlichen

In der neuesten Folge meines Podcasts „Transformatorische Bildung“ hatte ich Sven zu Gast, einen Lehramtsstudenten im Master, der von den Ergebnissen aus seinem Praxissemester berichtete. Wir haben uns mit einem aktuellen und existenziellen Thema beschäftigt: Wie stellen sich Jugendliche eigentlich die Zukunft vor?.

Zu Beginn unseres Gesprächs haben wir die Bedeutung von Zukunft aus einer anthropologischen und erzähltheoretischen Perspektive beleuchtet. Ich habe dabei auf Paul Ricœur und Augustinus verwiesen und erklärt, dass die Zukunft nicht einfach ein feststehender Punkt auf einem linearen Zeitstrahl ist. Vielmehr verlegen wir die Zukunft und die Vergangenheit immer in unsere Gegenwart, indem wir erzählen und sogenannte „Zeitschleifen“ bilden. Zukunftsfiktionen sind demnach Projektionen, die unsere gegenwärtige Lebenswelt massiv beeinflussen und für Bildungsprozesse entscheidend sind.

Sven hat für sein Studienprojekt einen methodisch extrem kreativen Weg gewählt. Da klassische narrative Interviews mit Neuntklässlern oft schwierig sind, hat er die Jugendlichen gebeten, ihre Zukunftsvorstellungen zunächst frei als Bilder oder Comics zu zeichnen. Diese visuelle Herangehensweise nahm den Druck aus der Situation und lieferte überraschend tiefe Einblicke. Aus den 22 gesammelten Zeichnungen wählte Sven dann fünf Schülerinnen und Schüler aus, um mit ihnen vertiefende, leitfadengestützte Interviews zu führen.

Im Podcast haben wir uns intensiv zwei sehr gegensätzliche Fälle angeschaut. Zuerst sprachen wir über Luca, der ein regelrechtes Katastrophenszenario gezeichnet hat. Sein Bild glich einer düsteren Eskalationsgeschichte: Angefangen bei einem Terroranschlag im Stil von 9/11, über Plakate zur Wiedereinführung der Wehrpflicht, bis hin zu direkten Panzer- und Drohnenangriffen. Für Luca rückt die Bedrohung eines Krieges extrem nah an die eigene Lebensrealität und die körperliche Unversehrtheit heran. Doch Sven betonte, dass Luca im anschließenden Interview diese apokalyptische Untergangserzählung glücklicherweise aufbrach. Er offenbarte dort auch hoffnungsvolle Gegenentwürfe, in denen er auf die politische Vernunft setzt und sich für sich selbst schlichtweg ein glückliches, stressfreies Leben wünscht.

Einen starken Kontrast dazu bildete Luis, dessen Zukunftsvision extrem technikoptimistisch geprägt ist. Auf seinem Bild fanden sich Elon Musk, künstliche Intelligenz, KI-Roboter und Weltraumraketen als zentrale Triebkräfte des Fortschritts. Gleichzeitig zeichnete Luis aber auch ein großes Einfamilienhaus und vom Himmel herabregnende 100-Euro-Scheine. Sven bezeichnete diese Haltung im Podcast liebevoll als die der „kleinen Spießer“, da sich hier trotz aller Technikfiktionen der tiefe Wunsch nach einem klassischen, finanziell abgesicherten Wohlstandsleben ohne große existentielle Sorgen manifestiert.

Unser gemeinsames Fazit aus der Folge: Jugendliche setzen sich weit tiefer und differenzierter mit globalen Krisen auseinander, als wir Erwachsenen oft vermuten. Die Schule sollte nicht nur curriculares Wissen abarbeiten, sondern die Sorgen, Ideen und Zukunftsfiktionen der Schülerinnen und Schüler aktiv als pädagogische Ressource in den Unterricht einbinden. Utopisches Denken muss wieder stärker gefördert werden, damit die Zukunft jungen Menschen nicht nur als drohende Katastrophe erscheint, sondern als offener und gestaltbarer Möglichkeitsraum begriffen werden kann.

In unserem Buch Katastrophenbildung (Schmidt et al. 2026) schreiben wir zum Schluss: „Kurzum: Orientierende Bilder einer Katastrophenbildung sind in ihren Komplexitätsreduktionen Fiktionen, die mit eigenen Erfahrungen, mit biographischem Wissen, mit optativen Bildungsprozessen und normativen Zielvorstellungen verknüpft sind. Eine solche theoretisch orientierende und praktisch handlungsleitende Fiktion ist „eine notwendige Bedingung des Bildungsprozesses […], denn nur durch sie bleibt er im Gang“ (Mollenhauer 1994, S. 158). Bilder sind aber auch Fiktionen, weil sich Menschen zu diesen Bildern in der Zukunft immer auch anders verhalten können; diese Bilder können zweifelhaft und problematisch werden, wenn sich Menschen anders entwickeln als vorgesehen. Und dennoch braucht es diese Bilder, damit Menschen zu anderen werden können – andere im Sinne der Bilder oder andere Andere der Bilder (vgl. Krebs/Zirfas 2024).“ (S. 270-271)

 

Transformatorische Bildung – Folge 149 „New York ist ein Buch. Erzählung und narrative Identität bei Ricœur“

June und ich unterhalten uns über ihre Hausarbeit, in der sie ein narratives Interview (FR369) mit dem Regisseur Tom analysiert. Wir beziehen das Interview auf die drei Phasen der mimesis nach Ricœur und gehen auch kurz auf die Fremdheitserfahrung nach Waldenfels ein. Eine zentrale Aussage in dem Interview ist: „New York ist ein Buch (.) indem jeder einzelne New Yorker ein Teil, ein Kapitel oder einen Absatz schreibt, eine Geschichte schreibt. Und das ist die Geschichte New Yorks. Das ist die Geschichte von vielen“ (FR369 Z. 337- 339)

Transformatorische Bildung – Folge 143 „Jetzt geht’s um die Wurst – Anerkennung als Anreiz für einen veganen Lebensstil“

Lina und ich unterhalten sich über ihre Bachelorarbeit mit dem Titel: „Jetzt geht’s um die Wurst – Anerkennung als Anreiz für einen veganen Lebensstil“

Die Bachelorarbeit untersucht die gesellschaftlich relevante Frage, wann Menschen ihr Verhalten ändern oder transformieren. Dieses diskutiert sie anhand der Umstellung auf eine vegane Lebensweise. Dabei stehen die Herausforderungen einer solchen Umstellung von Lebensgewohnheit im Mittelpunkt. Es wird also nicht die ethische Frage diskutiert, ob man eine solche Umstellung vornehmen soll, sondern wann es zu solchen Umstellungen kommt und wie sie sich vollziehen. Um den Anlass solcher Veränderungen genauer fassen zu können, bezieht sie sich auf die Frage, ob Anerkennung ein Begriff sein kann, die diese erfassen kann. Dies ist als Ergänzung zu dem Vorschlag von Koller zu sehen, der den Anlass von Transformationen in Krisen oder Fremdheitserfahrungen sieht. Die Autorin formuliert ihre Forschungsfrage wie folgt: “Das Ziel dieser Arbeit ist es zu analysieren, inwiefern Anerkennung ein Motor für einen transformatorischen Bildungsprozess im Hinblick auf eine vegane Lebensweise sein kann. Der Fokus der Betrachtung liegt dabei auf der Phase der Adoleszenz. Auf dieser Grundlage soll folgende Forschungsfrage beantwortet werden: Inwiefern stellt Anerkennung den Anreiz für einen transformatorischen Bildungsprozess im Hinblick auf einen veganen Lebenswandel dar?”

Zum Schluss wird dann die gesellschaftlich relevante Frage aufgeworfen. So ist bei allen drei Interviewpartner*innen die Anerkennung ein zentrales Motiv. Dies ist aber auch dem Umstand geschuldet, dass die Personen in einem Umfeld leben, in dem diese Lebensweise bereits praktiziert wird. Daraus ergibt sich folgende Frage: “Geht man davon aus, dass eine vegane Lebensumstellung ausschließlich über ein Begehren von Anerkennung innerhalb der Peer Group angestoßen wird, werden sich auch zukünftig eher junge Menschen für eine vegane Lebensweise entscheiden. Zu fragen bleibt daher, wie ein bevölkerungsgruppenübergreifender Wandel in Zukunft angestoßen werden kann.” (S. 42)

Literatur:

Honneth, A. (1994). Kampf um Anerkennung: zur moralischen Grammatik sozialer Konflikte. Suhrkamp Verlag.

Strohschein, B. (2022). Abwehr und Anerkennung in der Klimakrise: Wie über Wahrheiten, Fakten und Meinungen kommuniziert wird (1. Aufl.). Springer VS.

Wischmann, A. (2010). Adoleszenz – Bildung – Anerkennung: Adoleszente Bildungsprozesse im Kontext sozialer Benachteiligung (German Edition) (2011. Aufl.). VS Verlag für Sozialwissenschaften.

 

Transformatorische Bildung – Folge 52 “Die dreifache Mimesis und die narrative Identität”

Im Gespräch mit Romy unterhalte ich mich über die narrative Identität von zwei jungen Menschen (FR064), die aus Syrien geflüchtet sind.

Transformatorische Bildung – Folge 50 „Der Mann der negativen Eigenschaften”

 

Bildungsprozesse zwischen narrativer Identität und Fremdheitserfahrung

Im Gespräch mit Sonja unterhalten wir uns über Fluchterfahrungen (FR070) und wie diese erzählt werden können. Wir beziehen uns dabei auf Waldenfels und Ricœur.

Dieser Podcast liegt mir ganz besonders am Herzen, denn hier lässt sich auf wunderbare Weise nachvollziehen, wie unsere theoretischen Überlegungen zu Paul Ricoeur eine Form gefunden haben, die dann später maßgeblich in unser Buch Katastrophenbildung eingegangen ist. Um diesen Prozess des Erzählens und der Identitätsbildung jedoch in seiner ganzen Tiefe zu verstehen, setzen wir in dieser Folge bei der eigentlichen Ursache an: der existenziellen Konfrontation mit dem Fremden. Daher widmen wir uns zunächst der Phänomenologie von Bernhard Waldenfels. Waldenfels liefert uns ein unverzichtbares theoretisches Werkzeug, indem er trennscharf zwischen dem Anderen und dem Fremden unterscheidet. Das Andere ist uns zwar nicht völlig vertraut, lässt sich aber dennoch relativ problemlos verstehen und in unsere bestehende symbolische Ordnung integrieren. Das Fremde hingegen entzieht sich unserer Deutung radikal und unaufhaltsam. Es bricht in unser Leben ein, markiert einen absoluten Kontrollverlust und stellt einen unabweisbaren Anspruch an uns, dem wir uns nicht entziehen können. Besonders überwältigend wird diese Fremdheitserfahrung, wenn sie mit struktureller Macht und Autorität ausgestattet ist, wie es in hierarchischen Institutionen oft der Fall ist. Solche Momente der völligen Überforderung durch das Fremde zwingen das Subjekt zu einer Reaktion und stellen somit den grundlegenden Anlass für Transformationen dar, die das bisherige Weltverhältnis tiefgreifend erschüttern.

Erst aus dieser elementaren Erschütterung heraus erwächst die Notwendigkeit, das Erlebte in eine Sprache zu fassen, weshalb wir im Anschluss Paul Ricoeur und sein Konzept der narrativen Identität heranziehen. Ricoeur zeigt uns, dass menschliche Identität nichts Vorgegebenes oder Statisches ist, sondern überhaupt erst im Akt des Erzählens entsteht. Wenn wir unsere Lebensgeschichte formen, durchlaufen wir einen komplexen Prozess der Mimesis. In der Phase der Fabelkomposition versuchen wir, aus losen, unzusammenhängenden und oftmals verstörenden Episoden ein sinnhaftes Netz zu knüpfen. Zufälle und Brüche werden durch das Erzählen retrospektiv in einen zusammenhängenden Schicksalsverlauf verwandelt, was uns ermöglicht, uns eine eigene Erzählfigur anzueignen. Ricoeur betont zudem die zentrale Rolle der abweichenden oder metaphorischen Sprache. Wenn alltägliche Begriffe versagen, um die unfassbare Wucht einer Fremdheitserfahrung oder eines Traumas auszudrücken, ermöglicht es uns die Sprache, das eigentlich Unerzählbare überhaupt erst sagbar zu machen und so die erlebte Transformation narrativ zu bewältigen.

Mit diesem umfassenden theoretischen Rüstzeug blicken wir im Hauptteil der Folge auf das narrative Interview mit Günther. Seine Biografie ist tief von den historischen Verwerfungen des zwanzigsten Jahrhunderts gezeichnet, angefangen bei seiner von Krieg und Flucht geprägten Kindheit. Wenn Günther von seiner Flucht aus dem Osten berichtet, fällt auf, dass er sich vorwiegend einer assoziativen und stark episodischen Erzählweise bedient. Er schildert rasante Bilder von Handwagen, vom Hunger und vom ständigen Weiterziehen, doch auf der Ebene der Fabelkomposition gelingt es ihm kaum, diese stark zersplitterten Erlebnisse in einen übergeordneten, tiefgründigen Sinnzusammenhang zu bringen. Die extremen Belastungen und die Orientierungslosigkeit dieser Jahre scheinen sich direkt in der rastlosen Struktur seiner Erzählung zu spiegeln. Die Erlebnisse bleiben unverbunden, und eine echte Reflexion, die der traumatischen Zeit eine verarbeitete Bedeutung geben könnte, bleibt weitgehend aus.

Der entscheidende analytische Schwerpunkt der Episode liegt jedoch auf Günthers Eintritt in die Marine als junger Erwachsener. Hier verdichtet sich die theoretische Vorarbeit, denn Günther erlebt einen massiven Bruch und eine radikale Fremdheitserfahrung im Sinne von Waldenfels. Der unerwartet raue Ton, der militärische Drill und die absolute Unterordnung unter eine fremde, autoritäre Macht überfordern ihn anfangs völlig. Die Vorgesetzten treten als Repräsentanten einer Ordnung auf, die den uneingeschränkten Anspruch erhebt, ihn auf Vordermann zu bringen. In einer für das Interview seltenen und sehr berührenden Szene gesteht er ein, wie er in einer der ersten Nächte weinend in seiner Koje lag. Dies ist der absolute Moment der Zerrissenheit, in dem seine bisherigen Bewältigungsstrategien versagen. Doch anstatt diese tiefe Krise für einen echten transformatorischen Bildungsprozess zu nutzen, in dem er eine eigenständige, neue Haltung zur Welt entwickelt, wählt er den Weg der reinen Negation. Er beschreibt, wie er sich am nächsten Morgen zusammengerissen habe, weil er schließlich keine Flachpfeife sei.

Dieses verwendete Schimpfwort und die damit einhergehende rhetorische Figur der Negation entpuppen sich in unserer Analyse als das zentrale Bewältigungsmuster Günthers. Indem er verneint, eine Flachpfeife zu sein, wertet er das eigene emotionale Erleben massiv ab und unterwirft sich unkritisch der harschen Logik der militärischen Institution. Er rettet sein Selbstbild nicht durch eine kreative Neuaneignung, sondern indem er bedingungslos bejaht, was die fremde Ordnung von ihm verlangt, und dabei jegliche Schwäche auslagert. Diese Strategie der Abgrenzung durch Negation zieht sich wie ein roter Faden durch sein weiteres Leben und sein gesamtes Interview. Auch bei der rückblickenden Betrachtung körperlicher Züchtigungen in der Schulzeit erschafft er ein imaginäres Wir der harten damaligen Zeit und stellt es einem verweichlichten Sie der Gegenwart gegenüber. Günther definiert sich fortwährend über das, was er nicht ist, und benötigt stets eine konstruierte Negativfolie, um sich als handlungsfähiges Subjekt zu spüren.

Am Ende zeigt der Podcast auf sehr eindrückliche Weise, dass eine solche narrative Anpassungsleistung ohne kritische Distanz keinen echten transformatorischen Bildungsprozess darstellt. Genau diese dichte Verwebung von Waldenfels Ansatz zur Fremdheitserfahrung, Ricoeurs sprachanalytischer Tiefe und Günthers existenzieller Lebensgeschichte macht diese Folge zu einem ganz besonderen Hörerlebnis, das tief in die Mechanismen menschlicher Identitätsbildung blicken lässt.

 

 

Mit Paul Ricœur (2005) lassen sich narrative Interviews als Praktiken verstehen, um die sogenannte narrative Identität überhaupt zu gewährleisten: durch die Herstellung einer Fabel, in der verschiedenartige Momente in einen Sinnzusammenhang gebracht werden, durch die Konstruktion eines Ichs oder Helden, das bzw. der sich durch einen durchgängigen Stil auszeichnet und auch durch die rezeptive Haltung des:der Hörer:in oder Leser:in, der sich mit dem Helden identifizieren kann. Schließlich wird auch der:die Ich-Erzähler:in selbst durch das Erzählen performativ zu einer synchronen und diachronen Einheitlichkeit gebracht, indem er sich im Erzählen mit sich selbst identifizieren und so die Einheit seines Lebens erfahren kann. Koller fasst die Überlegungen von Ricœur zur Erzählung und die sich anschließenden von Kokemohr zur transformatorischen Bildungstheorie wie folgt zusammen.Erzählen fasst Ricœur als eine für das menschliche In-der-Welt-Sein konstitutive Aktivität auf, durch die der Mensch (s)eine Welt entwirft und dabei die Grenzen der diesem Entwurf zugrundeliegenden Ordnung sichert oder verändert. Den erzählerischen Welt-Selbstentwurf beschreibt Ricœur dabei unter Bezug auf das Mimesiskonzept als dreifachen Vorgang der Präfiguration, der Konfiguration und der Refiguration. Mit Präfiguration sind die im Sprachvorrat einer Kultur bereitliegenden Elemente möglicher Bedeutung gemeint, Konfiguration bezeichnet die Synthese dieser Figuren „zu einem textuellen Ensemble neuer Bedeutungen“ und Refiguration das Wirklichwerden dieser konfigurierten Bedeutungen im weltentwerfenden Akt der Lektüre. Kokemohr betrachtet diese Konzeption des Erzählens als Chance, Welt-Selbstverhältnisse sich bildender Subjekte nicht nur begrifflich genauer zu fassen, sondern auch empirisch zu analysieren, indem man „sowohl nach sprachlich-figurativen Prozessen [fragt], in denen neue Weltentwürfe aufscheinen, als auch nach Prozessen, in denen gegebene Weltentwürfe stabilisiert werden“ (Koller 2021, S. 11 f.) (Schmidt et al. 2026. Katastrophenbildung. Entwurf einer anthropologischen Bildungsforschung. S. 27-28)

Weitere Überlegungen zu diesem Thema finden sich übrigens in dem Podcast Folge 28 „Berichten und Erzählen über Fluchterfahrungen“

Transformatorische Bildung – Folge 028 “Berichten und Erzählen von Fluchterfahrungen”

In diesem Podcast besprechen Mimoza und ich das Interview von Adrian (FR001) in Bezug auf die Erzähltheorie von Ricœur, das Spiegelstadium nach Lacan und der Anrufung nach Butler.

Literatur

Kokemohr, Rainer: Bildung als Welt- und Selbstentwurf im Anspruch des Fremden. Eine theoretischempirische Annäherung an eine Bildungsprozesstheorie. In (Hg.) Koller, Hans-Christoph; Marotzki, Winfried; Sanders, Olaf: Bildungsprozesse und Fremdheitserfahrung. Beiträge zu einer Theorie transformatorischer Bildungsprozesse. Bielefeld, transcript. 2007

Transformatorische Bildung – Folge 026 “Zeit in Memento mir Ricœur und Lacan”

Mit Clemens und Mareike bespreche ich heute die Vorstellung von Zeit bei Ricœur und Lacan am Film Memento.

Die besprochene Zeitform lässt sich als „Futur anterior“ bezeichnen.

 

Literatur

Ricœur, Paul: Zeit und Erzählung. Bd. I bis III. München: Wilhelm Fink Verlag, 1988

Ricœur, Paul: Das Rätsel der Vergangenheit. Erinnern – Vergessen – Verzeihen. Göttingen: Wallenstein Verlag, 1998

Lacan, Jacques: Die logische Zeit und die Assertation der antizipierten Gewissheit. Ein neues Sophisma. In Haas, Norbert; Metzger, Hans-Joachim (Hg.) Schriften III, Weinheim, Berlin: Quadriga Verlag 1986, S. 101 – 122