Transformatorische Bildung – Folge 134 “Aha, über eins-neunzig groß, sportlich: Bundeswehr-Feldjäger“

Mit Lina unterhalte ich mich über die Psychoanalyse von Lacan. Dabei gehen wir die drei Register: Reales, Symbolische, Imaginäres (RSI) durch. Der Podcast ist auch als eine kompakte Einführung in die Psychoanalyse nach Lacan zu lesen. (FR305)

Transformatorische Bildung – Folge 133 “Ich glaub, das war halt ein Wendepunkt … Veränderungen durch die Klimakrise“

Jana und ich unterhalten uns über Wendepunkt in der Auseinandersetzung mit der Klimakrise. Wir besprechen das Interview mit Maria (FR291) und das Interview Ashley (KL004). Zu diesem Interview ist schon ein Podcast entstanden (Folge 123).

Siehe auch:

Folge 132 “Eine Erfahrung mit Zwangsumsiedlungen“
Folge 131 “Der unabwendbare Klimawandel?“
Folge 130 “Klimaverträgliche Lebensweisen”
Folge 123 “Von Afrika bis Europa” Erzählung der Klimakrise
Folge 121 “Habitustransformation am Beispiel eines Unverpacktladens“
Krise und Bildung – Folge 003 “Die imperiale Lebensweise”

Transformatorische Bildung – Folge 132 “Transformation und Klimakrise: Eine Erfahrung mit Zwangsumsiedlungen“

Im dieser Podcastfolge diskutiere ich mit Maria, inwieweit die Klimakrise sich auf das Leben der Gesellschaft in Deutschland auswirkt (Fr274). Im Fokus stehen Zwangsumsiedlungen als Folge der übermäßigen Nutzung des fossilen Energieträgers Kohle. Zur Diskussion ziehen wir das Interview mit „Paula“ heran, die sich in einer solchen Lage befand.

Siehe auch:
Folge 131 “Der unabwendbare Klimawandel?“
Folge 130 “Klimaverträgliche Lebensweisen”
Folge 123 “Von Afrika bis Europa” Erzählung der Klimakrise
Folge 121 “Habitustransformation am Beispiel eines Unverpacktladens“
Krise und Bildung – Folge 003 “Die imperiale Lebensweise”

Transformatorische Bildung – Folge 131 “Der unabwendbare Klimawandel?“

Im Gespräch mit Malin diskutiere ich die Fragestellung ihrer Hausarbeit: ,,Wie kann es sein, dass die Auswirkungen des Klimawandels allgegenwärtig sind, wir aber dennoch nicht ausreichend unternehmen?‘‘.
Wir diskutieren dieses anhand des Interviews FR234.

Siehe auch:
Folge 130 “Klimaverträgliche Lebensweisen”
Folge 123 “Von Afrika bis Europa” Erzählung der Klimakrise
Folge 121 “Habitustransformation am Beispiel eines Unverpacktladens“
Krise und Bildung – Folge 003 “Die imperiale Lebensweise”

Transformatorische Bildung – Folge 130 “Klimaverträgliche Lebensweisen”

Jeremias und ich unterhalten uns über seine Bachelorarbeit zum Thema: „Über die Anlässe aktiven Engagements hinsichtlich der Umsetzung von klimaverträglichen Lebensweisen„. (Publiziert über KUPS – Kölner UniversitätsPublikationsServer)

In seiner Bachelorarbeit beschreibt der Autor die gesellschaftlichen Herausforderungen des Klimawandels. Dabei stellt er die aktuell hoch relevante Frage, wann sich Subjekte verändern: „Wie ein solcher Transformationsprozess bei Individuen ausgelöst wird und welche Anlässe en Prozess initiieren, dieser Frage widmet sich diese Arbeit …” (S. 1–2)

Er analysiert die zentralen Veränderungen innerhalb der Theorie der transformatorischen Bildung. Dabei fokussiert er auf den Übergang von einem informationstheoretischen Ansatz zu einem stärker sprachwissenschaftlichen Ansatz, der die Analyse von Figuren des Welt- und Selbstverhältnisses in den Mittelpunkt stellt. Im Hintergrund steht dabei das Problem, dass allein eine kognitive Einsicht in eine Krise nicht zwangsläufig zu Veränderungen der Denk-, Wahrnehmungs- und Handlungsmuster führt.

Im Kontrast zu Koller mit seiner Fokussierung auf Krisen stellt er dann die Theorie des spontanen Handelns nach Nohl vor, bei der der Auslöser für Bildungsprozesse weit weniger gravierend angelegt ist. Diese Rekonstruktionen unter Einbeziehung von Dewey sind durchweg gelungen. Der Abschnitt zu Bourdieu thematisiert die zentrale Frage nach der Möglichkeit von Habitustransformationen im Anschluss an Rosenberg.

Im analytischen Teil wertet der Autor drei narrative Interviews aus. Diese sind durchweg spannend und ertragreich. Besonders die Orientierung des methodischen Vorgehens nach Kuckartz ist sehr gut gelungen. Dies ermöglicht es ihm, am Ende die Frage nach dem Anlass von Bildungsprozessen herauszuarbeiten. Dieser ist, wie immer, wenn man sich mit Empirie beschäftigt, nicht eindeutig: „Hinsichtlich der Fragestellung, welche Anlässe Personen dazu bewegen, sich aktiv für Nachhaltigkeit und umweltbewusstes Handeln zu engagieren, lässt sich aus der Empirie zusammenfassend feststellen, dass vor allem unreflektierte und fast beiläufige spontane Handlungen einen solchen Bildungsprozess initiieren können. Nichtsdestotrotz zeigt sich, dass auch krisenhafte Erfahrungen, zumindest im Kontext von Relevanzverschiebungen, zu einem Bildungsprozess beitragen können.” (S. 32)

Die Arbeit enthält wichtige Anregungen. So bleibt die Frage nach dem Anlass von Transformationsprozessen weiterhin ungeklärt. Krisen können ein möglicher Motor für Veränderungen sein, aber es gibt darüber hinaus weitere Anlässe, die Bildungsprozesse einleiten können. Dies konnte in der Arbeit aufgezeigt werden. Die weitere Forschung an diesem Thema wird hier sicherlich noch vieles ans Tageslicht bringen. So stellt sich die Frage, ob neben Krisen nicht auch Identifikationen, Neugier, Anerkennung oder Verliebtheit zur Infragestellung der eigenen Identität führen kann.

Bis dahin kann jeder in die Arbeit reinschauen. Die Bachelorarbeit ist als Open Access auf dem Kölner UniversitätsPublikationsServer (KUPS) öffentlich einsehbar.

Als Literatur gehen wir ein auf:
Koller, Hans-Christoph (2018): Bildung anders denken. Einführung in die Theorie transformatorischer Bildungsprozesse. Stuttgart: Kohlhammer.

und

Nohl, Arnd-Michael (2006). Bildung und Spontaneität – Phasen von Wandlungsprozessen in drei Lebensaltern. Opladen: Barbara Budrich.

Weiterer Podcast, in dem wir Interviews zur Klimakrise analysieren.
Folge 123 “Von Afrika bis Europa” – Erzählung der Klimakrise

Transformatorische Bildung – Folge 129 “Nietzsche als Erzieher”

Prof. Erik Ode und ich diskutieren die Bedeutung von Friedrich Nietzsche für die Pädagogik. Dabei gehen wir auf drei Texte ein
1.) Über die Zukunft unserer Bildungsanstalten 2.) Schopenhauer als Erziehung 3.) Also sprach Zarathustra

Zur weiteren Lektüre
Ode, E. (2022): Von Pilgern in Gastgebern. Die Bildungsfiguren der Moderne. [Reihe: Pädagogische Diskurse. Bd. 1. Hg. v. M. Obermaier & E. Ode]. Paderborn: Schöningh-Brill. (im Erscheinen)

Weitere Folgen mit Erik
Transformatorische Bildung – Folge 79 “Rousseau, die Natur und das Klima”
Transformatorische Bildung – Folge 57 “Kant und die Moral”
Transformatorische Bildung – Folge 37 “Dekonstruktion und Bildung mit Derrida”

Nino und Timo 016: “Resonanz, Schule und Kimakrise”

Im zweiten Teil des Podcasts zu Hartmut Rosa „Resonanz“ diskutieren wir Teil 4 „Eine kritische Theorie der Weltbeziehung“

Nino und Timo 015: “Hartmut Rosa – Resonanz”

Es ist endlich mal wieder ein Podcast von Nino und Timo entstanden. Wir besprechen einen Auszug aus dem Buch „Resonanz. Eine Soziologie der Weltbeziehung“ von Hartmut Rosa. Wir gehen auf das Kapitel V. „Resonanz und Entfremdung als Basiskategorien einer Weltbeziehung“ (S. 246 – 330) aus dem Teil 1 „Die Grundelement der menschlichen Weltbeziehung“ ein. Im Podcast versuchen wir zentrale Begriffe zu klären. In der nächsten Podcastfolge werden wir dann die Begriffe der Resonanz und der Entfremdung auf die Situation in unserer Gesellschaft beziehen.

Transformatorische Bildung – Folge 127 “Coronabewältigung bei Kindern und Jugendlichen”

Mimi und ich besprechen mögliche Strategien der Coronabewältigung bei Kindern und Jugendlichen.

Das positive Fazit lautet:
“So finden die Schüler*innen in allen vier Fällen einen produktiven Umgang mit der Situation, und zwar unabhängig von der ökonomischen Ausgangslage. Vielmehr scheint die soziale Situation vor allem in der Familie ausschlaggebend für den Umgang mit der Krise zu sein: Diese Unterstützung ist der Analyse unterzogen worden aufgrund der Annahme, bildungsferne Familien könnten ihren Kindern bei den Hausaufgaben nicht helfen und würden gar nachlässiger in der pandemischen Zeit verfahren – Nachlässigkeit, die in der soziologischen Forschung auf der Basis der ökonomischen und kulturellen Knappheit sowie des Migrationshintergrund unterstellt wird. Die Analyse zeigt bei den ökonomisch schwächeren und bildungsfernen Familien eine Konvertierung der Kapitalformen als Bewältigungsstrategie. Durch den Besitz von sozialem Kapital ist es den Eltern möglich, dieses Gut in kulturelles Kapital umzuwandeln, weil sie die Bereitschaft haben, selbst tätig zu werden und ältere Kinder oder Familienmitglieder bei der Unterstützung der Hausaufgaben von jüngeren Kindern einzubeziehen.” (Mehana, S. 42)

Nino, Timo und Julio 014: “Klimawandel in der Antarktis”

Nino und Timo unterhalten sich mit dem Klimawissenschaftler Julius Garbe (a.k.a. Julio) über seine Publikation „The hysteresis of the Antarctic Ice Sheet“ in Nature.

Einen einführenden Blogartikel „Hysteresis For Dummies“ von Julius Garbe gibt es auch.