Symposium: Katastrophenbildung auf dem Kongress Brüche der DGfE

Am Montag, den 23.03.2026 von 14:30 – 16:30 Uhr findet auf der Tagung Brüche 30. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Erziehungswissenschaft ein Symposium zum Thema Katastrophenbildung statt. Timur Rader und Moritz Krebs sind für die Organisation und Durchführung der Veranstaltung zuständig. Wir Kölner (Moritz,Timur und ich) werden einen Vortrag zum Thema Katastrophe, Flucht und Bildung – Eine anthropologische Analyse auf Grundlage zweier narrativer Interviews halten. Der Vortrag sollte einen guten Überblick über unser Konzept der Katastrophenbildung und über die Methode der anthropologischen Bildungsforschung geben. Besonders gespannt bin ich auch auf die drei Vorträge von Jun Yamana, Barbara Platzer und Nina Rabuza und die anschließende Diskussion. Ich bin auch ein wenig aufgeregt, da ich schon länger keine Projekte mehr vor größeren Gruppen vorgestellt habe. 

 

Das Symposium ist wie folgt beschrieben:

Timur Rader, Moritz Krebs (Universität zu Köln)

In dem geplantenSymposium soll es um Katastrophenbildung gehen, um die Frage danach, was Menschen aus Katastrophen, also aus extrem negativen Wendepunkten und Brüchen in ihrem Leben, lernen und um das, was sie nicht lernen. Im Sinne des Kongressthemas, das Brüche als Anlässe für Neuanfänge und grundlegende Reflexionen fasst, lässt sich Bildung in, durch und nach Katastrophen als Katastrophenbildung diskutieren. Katastrophenbildung verweist dabei auf anthropologische Grundbedingungen wie auf die Dynamiken menschlicher Bedingtheit. Bildung kann hier verstanden werden als realer, häufig körperlicher und sozialer Prozess, als diskursive Bearbeitung des Beschreibens und Verstehens sowie als fiktiver Zukunftsentwurf der Orientierung. Im Mittelpunkt stehen die Fragen, was Menschen motiviert, sich in einer und durch eine Katastrophe zu bilden, auf welche Inhalte sie sich dabei konzentrieren, in welchen Formen ihre Entwicklungsprozesse verlaufen und welche Ziele sie hierbei verfolgen.

Diskussion: Jörg Zirfas (Universität zu Köln)

Einzelbeiträge

Symbolisierung von Katastrophen und Bildung: Repräsentationen der „Pilzwolke“ in der Erinnerungskultur Hiroshimas als Beispiel. // Jun Yamana (Universität Tokio, Japan)

Bildung im Angesicht von Katastrophen // Barbara Platzer (Technische Universität Dortmund)

„Um der Hoffnungslosen willen.“ Über die Grenzen der Pädagogisierung von Katastrophen // Nina Rabuza (Universität Innsbruck, Österreich)

Katastrophe, Flucht und Bildung – Eine anthropologische Analyse auf Grundlage zweier narrativer Interviews // Moritz Krebs, Timur Rader, Tim Schmidt (Universität zu Köln)