„Katastrophenbildung. Auf dem Weg zu einer anthropologischen Bildungsforschung“ ist erschienen

Manche Texte brauchen langen Atem, bevor sie öffentlich werden. Unser Beitrag ist nun in der Vierteljahrsschrift für wissenschaftliche Pädagogik (4/2025) erschienen. Er markiert den ersten systematischen Anlauf, die Grundzüge einer anthropologischen Bildungsforschung auszuarbeiten und knüpft an das gleichnamige Buchprojekt desselben Autor:innenkollektivs an.

Damit ist der Text die zweite Veröffentlichung neben dem Aufsatz „Der Kampf um die Lebensgrundlagen. Bildung als solidarischer Prozess“ in Psychologie und Gesellschaftskritik.

Im Zentrum stehen die methodischen Leitlinien: Transformation im Anschluss an Kokemohr/Koller, die Trias von Emotion – Praxis – Theorie (Zirfas), die sieben anthropologischen Kategorien (Wulf/Zirfas) sowie Fragen der Performativität und Normativität. Neu profiliert wird ein Raster, das die Trias (horizontal) mit den sieben Kategorien (vertikal) kreuzt und so die Analyse narrativer Interviews präzise strukturiert. Zwei Fallrekonstruktionen zeigen exemplarisch, wie sich Bildungsprozesse unter Katastrophenbedingungen als Verschiebungen des Welt-Selbst-Verhältnisses rekonstruieren lassen.